Unsere Vorfahren
Unsere Geschichte beginnt nicht erst ab der Geburt – sie reicht viel weiter zurück. Wer sind wir und wo kommen wir her? Um diese Frage beantworten zu können ist es hilfreich, die Geschichte unserer Familie zu kennen.
Als ich dieser Frage nachgegangen bin, habe ich viel Spannendes herausgefunden. Obwohl ich aus keiner besonderen Familie stamme, konnte ich über 3.000 Vorfahren von mir, bis zurück ins 15. Jahrhundert ausfindig machen.
Du willst auch wissen, wer deine Vorfahren waren, was sie machten und wo sie wohnten? Dann schreib mir einfach eine Mail an office@tobiasjaritz.com oder nutze das Kontaktformular und wir finden es gemeinsam raus.

Spannende Geschichten

Maria Pfeilstecherin
Unter meinen Vorfahren befinden sich vor allem Bauern und ein paar Handwerker aus der Steiermark. Umso erstaunter war ich dann, als ich auf die erste bürgerliche stieß. Maria war die Tochter des Gastgebers Johann Georg Hillebrandt, der in Graz 1742 das Bürgerrecht erwarb. Sein Vater war ein bürgerlicher Handelsmann aus Neumarkt am Wallersee. In Graz angekommen heiratete Johann Georg Maria Apollonia Gamberger, die Tochter eines bürgerlichen Sattlermeisters aus Bayern.
Tochter Maria heiratete in Fernitz Josef Anton Pfeilstecher, den Sohn eines königlichen Obereinnehmers aus Eisenerz. Mit ihm erwarb sie freies Eigen in Freudenegg, aus welchem später das, nach ihr benannte, Schloss Pfeilerhof entstand. Dort heiratete sie meinen 6-fachen-Urgroßvater Michael Hütter.
Blitzschlag beim Kreuzbauer
Bei der Recherche zur Familiengeschichte einer Kundin fiel mir ein Zeitungsbericht aus dem Jahre 1877 ins Auge, in dem von einem Brand durch Blitzschlag beim 3-fachen-Urgroßvater der Kundin die Rede ist. Im Artikel steht es wie folgt beschrieben:
„Am 3. d. M. Nachmittags entzündete der Blitz die Behausung des Franz Görgl vulgo Kreuzbauer in Lesing. Das Haus sammt Wirtschaftsgebäude und aller Einrichtung und sämmtliche Kleidungsstücke der Inwohner wurden ein Raub der Flammen. Der thätigen Hilfe der Ortsbewohner und Feuerwehren von Kindberg und Kapfenberg gelang es, den Brand zu localisiren und größere Unglücksfälle zu verhüten. Der Schade wird auf 2.000 fl. geschätzt und war der Eigenthümer leider nicht assecurirt.“


Jaringer Pfarr?
Mein 7-facher-Urgroßvater Mathias Pestitschek war Bauer in Seibuttendorf. Doch in seinem Trauungsbucheintrag stand, dass er gebürtig ganz wo anders herkam, nämlich aus „Jacobthall in Jaringer Pfarr“. Wo aber war das? Nach intensiver Recherche fand ich heraus, dass damit Jakobski Dol in der Pfarre Jarenina im heutigen Slowenien gemeint war. Das wurde dann auch bestätigt, als ich im Geburtsbuch der Pfarre Jarenina den Eintrag von Mathias fand.
Ein Blick in den Franziszeiischen Kataster zeigt sogar, dass es in Jakobski Dol 1824 einen Hof gab, der „Pesdischegg“ genannt wurde. Dieser Hof existiert sogar heute noch.
Baumkircher vor Gericht
Im März 1904 standen sieben Bauern aus Krumegg vor dem Grazer Bezirksgericht. Einer davon – Sebastian Baumkircher – der Ururgroßvater einer Kundin. Den Bauern wurde von einer anonymen Quelle vorgeworfen, sie hätten hasardiert, also verbotenes Glücksspiel betrieben.
Wie Sebastian auf den Vorwurf reagierte, wurde auch dokumentiert: „Wir hab’n steirisch preferanzt, aber net hasardiert, dös kann i gar net“, erwiderte Baumkircher. Schlussendlich sprach der Richter alle sieben Angeklagten frei.


Oberleutnant Rudolf Heigl
Mein Ururgroßvater war ein einfacher Keuschler an der Schafferannerl-Keusche in Pesendorf. Das dachte zumindest meine Familie. Dann aber fand ich ihn in den Ranglisten der kaiserlich-königlichen Landwehr als Teil des 122. Feldartillerieregiments, in welchem er jahrelang diente.
1915 schließlich stieg er zum Rang eines Oberleutnants auf und diente seinem Regiment im Ersten Weltkrieg. Für seine Verdienste erhielt er die silberne sowie die bronzene Militärverdienstmedaille verliehen.
Und welche spannenden Geschichten haben deine Vorfahren geschrieben? Schreib mir eine Mail an office@tobiasjaritz.com oder nutze einfach das Kontaktformular und wir finden es gemeinsam raus.